Glossar

A*-Spektrum:

A*-Spektrum / a*spec / a-spec / aspec
A*-Spektrum oder auch Anattractional Spectrum (dt. etwa Anziehungsloses Spektrum) steht für alle a*-spec Identitäten. Zu den Spektren zählen unter anderem analterös, anästhetisch, aplatonisch, aqueerplatonisch, aromantisch, asensuell, asexuell und asocial.
Manchmal beinhaltet es auch agender.

Ableismus:

Diskriminierung aufgrund von vermeintlich fehlenden, falschen oder nicht „normalen“ Fähigkeiten. Personen werden ableistisch diskriminiert, weil sie Dinge nicht können, sie anders machen, anders denken, fühlen oder lernen. Sie werden ausgegrenzt und ausgeschlossen. Sie werden oft als weniger Wert angesehen oder ihr Leben als nicht lebenswert betrachtet.
CIMND* Menschen (Krüppeln, behinderten, chronisch kranken, psychisch kranken, neurodivergenten, Verrückten und oder T*tauben Menschen) erleben Ableismus.

Acefeindlichkeit:

Feindlichkeit und Diskriminierung gegenüber asexuellen Menschen / Menschen auf dem asexuellen Spektrum

Agender:

Agender Personen sind Personen, die (teilweise/manchmal/…) kein Geschlecht haben, sich keinem Geschlecht zugehörig fühlen, komplett genderless sind und/oder eine Eindordnung (komplett) ablehnen.

Es kann als Nichtgeschlecht bezeichnet werden oder als nichtgeschlechtliche Identität abseits des binären Geschlechtersystemkonstrukts von „männlich“ und „weiblich“.

Manche agender Personen, identifizieren sich stärker mit Begriffen ohne direktem Geschlechtsbezug, wie z.B. „Mensch“ als mit Geschlechtern / Geschlechtsidentitäten.

Agender kann z.B. aber auch von Personen verwendet werden, deren Geschlecht neutral ist oder die Neutrois sind,  die hauptsächlich agender sind, aber teilweise eine Verbindung zu anderen Geschlechtern haben,  die mit dem Konzept „Geschlecht“ nichts anfangen können,  die ihr Geschlecht nicht kennen oder nicht definieren können,  die keine (anderen) Worte finden um ihr Geschlecht / ihre Geschlechtswahrnehmung zu beschreiben, denen ihr Geschlecht nicht wichtig ist.

Agender Personen können auch nichtbinär, genderqueer, trans*, intergeschlechtlich sein und / oder andere Label für sich verwenden, müssen aber nicht. Manche Personen nutzen keine Worte oder Label für sich, zum Beispiel weil sie das In-Verbindung-bringen mit „Geschlecht“ nicht möchten oder sich nicht richtig anfühlt.

Allonormativität:

Der Begriff bezeichnet die gesellschaftlich weit verbreitete Annahme, dass jede Person sexuelle Anziehung und sexuelles Verlangen empfindet und das ausleben möchte. Sex wird dabei oft als die höchste Form der Intimität angesehen und es wird angezweifelt, ob eins ohne Sex wirkliche Intimität erleben oder dauerhaft eine erfüllte Beziehung führen kann.
(inspektren.eu/glossar)

Amatonormativität:

Der Begriff der Amatonormativität geht auf Elizabeth Brake zurück und beschreibt die gesellschaftlich weit verbreitete Überzeugung, dass romantische Beziehungen grundsätzlich wichtiger, bzw. wertvoller als andere Arten von Beziehungen sind. Sie seien also z.B. wertvoller als z.B. Freund*innenschaften. Dazu gehört die Überzeugung, dass exlusive und mongame romantischen Beziehungen, in denen die jeweilige Partnyperson die wichtigste Bezugsperson ist, wertvoller sind.
Daraus folgt, dann häufig die Annahme, dass alle Menschen diese Form von Beziehungen ausleben oder zumindest wollen und anstreben sollten.
Diese Ansicht ist besonders, aber natürlich nicht nur, für aromantische Menschen problematisch. Personen, die der amatonormativen Vorstellung nicht entsprechen, werden häufig abgewertet, unsichtbar gemacht und diskriminiert. Ein Beispiel für strukturelle Diskriminierung sind z.B. fehlende Möglichkeiten, sich rechtlich gegenseitig abzusichern.
(inspektren.eu/glossar)

Analterös:

analterös / analterous / aalterous / nonalterous
Eine alteröse Orientierung, die ein von der Norm abweichendes Erleben von alteröser Anziehung beschreibt. Dazu zählen zum Beispiel die (gänzliche/zeitweise/nahezu komplette/…) Abwesenheit alteröser Anziehung. Alteröse Anziehung kann zum Beispiel bedeuten, starke emotionale Verbindungen oder Beziehungen zu wollen.

Anästhetisch:

anästhetisch / aästhetisch / Anästhetik / ansthetic
Eine ästhetische Orientierung, die ein von der Norm abweichendes Erleben von Ästhetik und / oder ästhetischer Anziehung beschreibt. Dazu zählen zum Beispiel die (gänzliche/zeitweise/nahezu komplette/…) Abwesenheit ästhetischer Anziehung. Ästhetische Anziehung kann zum Beispiel bedeuten, eine bestimmte Person (längere Zeit/immer wieder/…) anschauen zu wollen.

Ansozial / Asocial:

ansozial / asocial
Eine soziale / social Orientierung, die ein von der Norm abweichendes Erleben von social / sozialer Anziehung beschreibt. Dazu zählen zum Beispiel die (gänzliche/zeitweise/nahezu komplette/…) Abwesenheit social / sozialer Anziehung. Social Anziehung kann zum Beispiel bedeuten, eine Person des öffentlichen Lebens als Vorbild zu haben, dem mensch nacheifern möchte. Asocial Personen können ihre Partnerperson(en) möglicherweise weniger attraktiv finden, wenn sie sich in der Öffentlichkeit oder in sozialen Situationen anders verhalten als sonst. Asocial Personen gehen vielleicht nicht so gerne an öffentliche Orte und werden (fälschlicherweise) als introvertiert oder antisocial / antisozial angesehen. Sie können trotz fehlender sozialer Anziehung an sozialen Veranstaltungen teilnehmen wollen.
Asocial ist nicht das Gleiche wir antisocial / antisozial oder asozial.

Aplatonisch:

aplatonisch / Aplatonik / Apl / aplatonic
Eine platonische Orientierung, die ein von der Norm abweichendes Erleben von Platonik und / oder platonischer Anziehung beschreibt. Dazu zählen zum Beispiel die (gänzliche/zeitweise/nahezu komplette/…) Abwesenheit platonischer Anziehung oder das Konzept platonischer Liebe nicht zu verstehen. Aplatonik bedeutet nicht, dass eine Person keine Freund*innenschaften hat oder möchte, auch wenn solche ebenfalls aplatonisch sein können.

Siehe Erklärung von InSpektren:
inspektren.eu/aplatonik-und-das-aplatonische-spektrum

Aqueerplatonisch:

aqueerplatonisch / Aqueerplatonik / aqueerplatonic / aqp /aqplatonic / aquaplatonic / aquasiplatonic
Eine queerplatonische Orientierung, die ein von der Norm abweichendes Erleben von queerplatonischer Anziehung beschreibt. Dazu zählen zum Beispiel die (gänzliche/zeitweise/nahezu komplette/…) Abwesenheit queerplatonischer Anziehung. Es kann auch heißen, keine QPR (Queerplatonische Beziehung) haben zu wollen oder davon repulsed zu sein.
Queerplatonische Anziehung kann zum Beispiel bedeuten, eine Beziehung (mit einer / mehreren bestimmten Personen) zu wollen, die gesellschaftliche Regeln und Sichtweisen dazu herausfordert, was eine platonische und was eine romantische Beziehung ist. Queerplatonische Personen könenn squishes, plushes oder squashes haben.

Aromantisch:

aromanitsch / Aromantik / Aro / aromantic
Siehe Erklärung von AktivAro und InSpektren:
aromantik.de/was-ist-aromantik
inspektren.eu/aromantik-und-das-aromantische-spektrum

Arofeindlichkeit:

Feindlichkeit und Diskriminierung gegenüber aromantischen Menschen / Menschen auf dem aromantischen Spektrum

Asensuell:

asensuell / Asensualität / asensual
Eine sensuelle Orientierung, die ein von der Norm abweichendes Erleben von Sensualität und / oder sensueller Anziehung beschreibt. Dazu zählen zum Beispiel die (gänzliche/zeitweise/nahezu komplette/…) Abwesenheit sensueller Anziehung oder der fehlende oder kaum vorhandene Wunsch nach sensuellem Kontakt. Unter sensuellen Kontakt kann zum Beispiel Händchen halten, kuscheln, umarmen und anderweitige körperliche Nähe fallen.

Asexuell:

asexuell / Asexualität / ace / asexual
Siehe Erklärung von AktivAro und InSpektren:
aktivista.net/links/asexualitaet-nicht-nur-bei-amoeben-flyertext/
inspektren.eu/asexualitaet-und-das-asexuelle-spektrum

BIPoC:

Die Selbstbezeichnung steht für Black (Schwarz), Indigenous (Indigen), People of Color, also Menschen, die von Rassismus betroffen sind. Der Begriff soll der Unsichtbarkeit indigener Gemeinschaften entgegenwirken und außerdem die spezifische Gewalt, kulturelle Auslöschung und Diskriminierung hervorheben, die Schwarze, indigene und People of Color erfahren. Schwarz ist eine Selbstbezeichnung und wird groß geschrieben. People of Color ist dabei eine Selbstbezeichnung für Menschen, die von der Gesellschaft als nicht-weiß angesehen werden und daher Rassismus ausgesetzt sind.

CIMND*:

CIMND* steht für:

  • CI – chronisch krank (chronically ill)
  • C – Krüppel (crip)
  • MI – psychisch krank (mentally ill)
  • M – Mad / Verrückt (Mad)
  • N – neurodivergent
  • D – behindert (disabled)
  • D – T*taub (D*deaf)
  • * – von Ableismus betroffen

Nicht alle CIMND* Personen sehen sich als behindert. Nicht alle Personen, die Ableismus erleben, sehen sich als behindert.

mehr: disability-pride-bonn.de/behindert-und-verrueckt-jetzt-reden-wir-online-glossar#cimnd

Cis:

Cis beschreibt Personen, deren Geschlecht mit dem bei der Geburt zugewiesenen entspricht. Manche inter* Personen, die nichtbinär sind sehen sich als cisgeschlechtlich, aber nicht alle.

Cis-endo-hetero-allo-amato-allistisches-Patriarchat:

Ein System von Macht und Kontrolle, das weiße cis Männer, die dyadisch (nicht intergeschlechtlich) sind, heterosexuell und -romantisch und nicht-behindert / nicht CIMND* sind an die Spitze stellt und als „Norm“ positioniert. Außerdem gelten dort Amatonormativität und Allonormativität.

Cisnormativität:

Beschreibt die gesellschaftlich weit verbreitete Annahme, dass sich jede Person mit dem Geschlecht, das ihr bei der Geburt, meist aufgrund äußerer Geschlechtsmerkmale, zugewiesen wurde, identifiziert und / oder dem zugehörig fühlt. Damit gehen die Unsichtbarmachung und Abwertung von Menschen, die nicht cis sind, also TIAN* Menschen, einher.

Einfache Sprache:

Bei Einfacher Sprache orientieren wir uns an Richtlinien, es gibt aber keine klaren Regeln oder Vorgaben. Es geht darum, etwas so einfach und so gut verständlich wie möglich auszudrücken

Endo / dyadisch:

Endo, oder dyadisch, beschreibt Personen, die nicht intergeschlechtlich sind.

Gebärdensprache:

Gebärdensprache ist nicht universell. Viele Länder haben ihre eigene Gebärdensprache, in Deutschland wäre das Deutsche Gebärdensprache, kurz DGS.

Heteronormativität:

Beschreibt die gesellschaftliche Erwartungshaltung, dass alle Menschen cis, heterosexuell und heteroromantisch wären.
Heteronormativität beinhaltet die Annahme, dass jeder Person anhand der Genitalien bei der Geburt ein binäres Geschlecht (also männlich oder weiblich) zugewiesen werden kann. Diese Geschlechter würden sich grundlegend voneinander unterscheiden. Und jede Person würde sich romantisch und sexuell vom sogenannten „anderen“ Geschlecht angezogen fühlen (also: Männer stehen nur auf Frauen. Frauen stehen nur auf Männer).
Daraus folgt, dass alle Abweichungen von dieser Norm, z.B. TIAN* Personen oder Personen in offenen oder queerplatonischen Beziehungen, als nicht „normal“ wahrgenommen und markiert werden, unsichtbar gemacht und diskriminiert werden. Manche Leute meinen, wer nicht „normal“ ist, sei weniger Wert und sollte nicht die gleichen (Menschen-)rechte haben.
(inspektren.eu/glossar)

Intersektionalität

Intersektionalität / intersektion
Intersektionalität beschreibt die Verschränkung (Intersektion) von Diskriminierungsformen. Um die Lebensrealität von Menschen, die von mehr als einer Diskriminierungsform betroffen sind, darzustellen, können die einzelnen Diskriminierungsformen nicht einfach getrennt oder addiert werden. So entstehen durch die Verschränkung eigene Formen der Diskriminierung.

Konversionstherapie:

Das sind Maßnahmen, sogenannte „Therapien“, die das Ziel verfolgen, Menschen von angeborenen LGBTQIANP+/queeren Identitäten / Orientierungen zu „heilen“ oder diese zu überwinden, zu unterdrücken oder zu verändern. Konversionstherapien bei Minderjährige und bei Erwachsenen, wo sie auf die Einwilligung auf einem Willensmangel beruht sind in Deutschland verboten. Es herrscht außerdem ein Werbeverbot. (gesetze-im-internet.de/konvbehschg/eingangsformel.html)

Leichte Sprache:

Leichte Sprache ist eine Form des Deutschen mit klaren Regeln. Leichte Sprache muss mensch lernen und eine Ausbildung dazu machen. Außerdem müssen Leichte Sprache Texte geprüft werden.

LGBTQIANP+:

Die Buchstaben stehen zum Beispiel für
L = lesbisch
G = gay (schwul), genderfluid, genderqueer
B = bi* (bisexuell, biromantisch, bigender und weitere)
T = trans*, Two-Spirit
Q = queer, questioning
I = intergeschlechtlich
A = a*spec (asexuell, aromantisch, aplatonisch, asensuell, anästhetisch, agender und weitere)
N = nichtbinär
P = pan* (pansexuell, panromantisch, pangender und weitere), poly* (polyamor, polysexuell, polyromantisch)
+ = und alle weiteren Personen, die nicht zu jeder Zeit voll und ganz cis und endo und hetero* sind und deren Identitäten, Orientierungen und Label anderen nicht schaden und auf Konsent beruhen.
Cis beschreibt Personen, deren Geschlecht dem bei der Geburt zugewiesenen entspricht. Manche intergeschlichtlichen Personen, die nichtbinär sind sehen sich als cisgeschlechtlich, aber nicht alle.

Marginalisierung:

Marginalisierung / margianlisiert
Marginalisierung bedeutet „an den Rand drängen“ und bezieht sich sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinn auf soziale Prozesse, bei denen Menschen(gruppen) an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Dazu gehört, dass diese Personen(gruppen) weniger Möglichkeiten und Privilegien haben und ausgegrenzt werden.

Neurodivergent:

Neurodivergente Menschen denken und fühlen anders, lernen anders und nehmen die Welt anders wahr als die gesellschaftliche Norm. Zum neurodivergenten Spektrum zählen z.B.:

  • autistische Menschen
  • Menschen mit ADHS
  • Menschen mit Dyslexie („Lese-Rechtschreib-Schwäche“)
  • Menschen mit Dyskalkulie („Rechen-Schwäche“)
  • Menschen mit (manchen) chronischen psychischen Erkrankungen
  • manche Verrückten Menschen
  • Menschen mit Lernschwierigkeiten

Nichtbinär:

Schirmbegriff für Geschlechtsidentitäten, die sich außerhalb des konstruierten binären westlichen Geschlechtersystems von „männlich“ und „weiblich“ befinden. Darunter fallen Personen, die sich gar keinem Geschlecht zugehörig fühlen, Menschen die sich nur teilweise mit einem Geschlecht oder mit mehreren Geschlechtern identifizieren, fluide und sich verändernde Geschlechter, sowie Geschlechter die sich komplett außerhalb des Binärsystems befinden.
Anders gesagt: Nichtbinäre Menschen sind Menschen, auf die die Bezeichnung „Frau“ bzw. „Mädchen“ oder „Mann“ bzw. „Junge“ nicht, nicht ausreichend oder nicht dauerhaft (zu 100%) zutrifft oder die eine Einordnung grundsätzlich ablehnen.

Nichtbinärität ist nicht dasselbe wie intergeschlechtlich und hat nichts mit den biologischen Merkmalen einer Person zu tun.

Viele, aber nicht alle, nichtbinären bzw. agender Menschen sind trans* oder inter* oder beides.

Pathologisierung:

etwas als Krankheit oder krankhaft darstellen, geht oft mit Abwertung und Diskriminierung einher

Poly*:

Poly* bedeutet „mehrere“. Darunter fallen in LGBTQIANP+/queeren Kontexten Menschen, die zu mehreren, aber nicht notwendigerweise allen Geschlechtern sexuelle oder romantische Anziehung verspüren (polysexuell bzw. polyromantisch), und Menschen, die gleichzeitig Beziehungen zu mehr als einer Person haben (möchten) oder sich das vorstellen können (polyamorös)

Questioning:

Questioning (dt. etwa Fragend / Unsicher) sein beschreibt den Prozess, in dem mensch für sich herausfindet, welche Identität mensch hat. Beispiele dafür sind das Rausfinden der eigenen sexuelle Orientierung, romantischen Orientierung oder des (Nicht-)Geschlechts.
Manche nutzen, wenn ihr Questioning-Prozess für sie abgeschlossen ist, verschiedene Label, um ihre Identität zu beschreiben (z.B. biromantisch, asexuell, trans*, nichtbinär, cisn’t).

Spoon Theory / Spoonie / Löffel Theorie:

Spoonie ist eine Selbstbezeichnung von z.B. einigen chronisch kranken Menschen.
Die Spoon Theory ist von Christine Miserandino.
Spoons stehen für Energieeinheiten, die wir an einem Tag nutzen können. Die meisten Menschen haben eine scheinbar endlose Schublade voller Spoons. Manche Menschen haben z.B. nur ca. 12 Löffel am Anfang des Tages. Es kann aber auch sein, dass welche verloren gehen oder z.B. durch Krankheit von vorneherein weniger da sind. Es gibt keine Möglichkeit an mehr Löffel zu kommen. Alles kostet Löffel. Was wie viel ist unterschiedlich und kann auch an verschiedenen Tagen anders sein. Manches reduziert die Löffel für kommende Tage oder länger.
Aufstehen kann z.B. 1 Löffel kosten, Anziehen einen weiteren… Mensch muss also gut entscheiden, wofür (restliche) Löffel verbraucht werden.
Das ist für einige Menschen jeden Tag so.
Z.B. weil sie chronisch krank sind, neurodivergent oder aus (einer Mischung von) anderen Gründen.

Systeme / Pluralität:

Mehrere Personen in einem Körper, auch als Pluralität bekannt. Jede Person kann ihren eigenen Namen, Geschlecht, Sexualität, Alter, Erinnerung usw. haben. Da jedes Gehirn einzigartig ist, ist jede Art der Pluralität anders.

T*taub:

T*taub / Taub / taub / gehörlos
Manche T*tauben Personen schreiben T*taub, andere schreiben Taub groß oder taub klein.
Manche T*tauben Personen möchten zeigen, dass sie Taub und stolz sind, indem sie Taub groß schreiben. Manche sehen taub als nicht so wichtigen Teil ihrer Identität und schreiben taub daher klein.
Manche Leute verwenden (lieber) gehörlos.
In Deutscher Gebärdensprache ist die Gebärde für alles davon gleich. Daher finden manche T*tauben Menschen, dass das eine fremde Diskussion ist.

TIAN* / TINA* / ATIN* /…:

steht für trans*, intergeschlechtlich, nichtbinär und agender und weitere. Das Sternchen steht für weitere Personengruppen, die nicht cis sind, nicht endo und / oder nicht zu jeder Zeit voll und ganz in das konstruierten binäre westliche Geschlechtersystem von „männlich“ und „weiblich“ sind.

Transition:

Was das genau für Personen heißt, ist individuell.
Transition bezeichnet generell den Übergang oder Weg zu einem anderen (Nicht-)Geschlecht.
Manche Personen unterscheiden verschiedene Formen von Transitionen. Bei der medizinischen Transition, können zum Beispiel eine Hormontherapie oder körperliche Eingriffe gewünscht sein. Bei einer sozialen Transition geht es darum im Alltag als das korrekte (Nicht-)Geschlecht unterwegs zu sein und im besten Fall anerkannt zu werden. Auch das bedeutet für alle etwas anderes. Sowohl, was soziale Transition bedeutet, als auch was im „korrekten (Nicht-)Geschlecht unterwegs zu sein“ bedeutet, oder ob person das überhaupt möchte. Zur sozialen Transition kann z.B. gehören, sich anders zu kleiden oder eine neue Frisur. Mit einer juristischen Transition sind i.d.R. Vornamens- und Personenstandsänderungen gemeint.
Allgemein gilt: Ob eine Person transitioniert, ist ihre eigene Entscheidung. Keine Person muss transitionieren. Nicht für alle Personen ist es sicher zu transitionieren.